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Interview mit dem Architekturbüro Gow Hastings Architects

Der Ceramics of Italy Tile Competition 2021 zeichnete unsere Kollektion Stone Project by Ergon für das bei dieser 28. Ausgabe des Wettbewerbs eingereichte Schulbauprojekt „Niagara College Welland Student Commons“ (Welland, Kanada) in der Kategorie Institutionen aus.

Wir konnten ein Gespräch mit der Designerin dieses herausragenden Projekts, Valerie Gow vom Architekturbüro Gow Hastings Architects (Toronto, Kanada), führen.

 

1. Erzählen Sie uns etwas über Ihr Architekturbüro und Ihren Ansatz bei der Planung von Lebensräumen.

Gow Hastings Architects ist ein Büro in Toronto, das auf die Schaffung und Umgestaltung von Schul-, Gewerbe- und öffentlichen Bauten spezialisiert ist. Unser Ansatz vereint Architektur, Interior Design und Grafikdesign, um Nutzern eine durchgängige Erfahrung zu bieten.

Unser Hauptziel bei der Planung von Lebensräumen besteht darin, die Persönlichkeit und Wunschvorstellungen des Bauherrn physisch umzusetzen und dabei auch die Funktionalität und den physischen Kontext des Raums zu erschließen. Ich glaube, dass ein Projekt besonders erfolgreich ist, wenn der Gesamteindruck den Geist der Einrichtung widerspiegelt und die Nutzer in jedem Moment inspiriert.

 

2. Das „Niagara College Welland Student Commons“ war ein sehr ehrgeiziges Sanierungsprojekt. Was war der Grundgedanke und worin bestanden die technischen Anforderungen?

Das Welland Student Commons ist ein ehrgeiziges Vorhaben und Teil eines 64 Millionen Dollar teuren Sanierungsgroßprojekts, das zwei Campus des Niagara College umfasst und seit 2014 durchgeführt wird. Der Grundgedanke des Student Commons war der, ein Hub für die Studentengemeinschaft zu schaffen. Man wollte die Studenten dazu anreizen, im Campus zu bleiben und sich in einem speziell für ihre Interaktion und Sozialisation geschaffenen Bereich aufzuhalten. Der Erfolg war beeindruckend. Die Studenten reißen sich um die Plätze und nutzen den Bereich von morgens bis abends.

Aus technischer Sicht rationalisiert das Student Commons einen Campus, der im Laufe der Zeit immer größer geworden ist. Von 1967 an wurde das Welland Campus ständig ausgebaut, was zu einer wirren Anhäufung von Gebäuden mit vielen dunklen Gängen geführt hatte. Die Schaffung des Student Commons bot die Gelegenheit, dieses Cluster zu rationalisieren, einen neuen, nach Norden ausgerichteten Eingang zum Campus anzulegen, das Selbstbild und die Ausrichtung zu optimieren und durch Nutzung des Tageslichts das Umfeld der Studenten zu verbessern.

 

3. Unser Feinsteinzeug Stone Project by Ergon wurde für die Innenbereiche des Gebäudes gewählt. Was hat Ihnen an dieser Kollektion gefallen?

Wir haben uns für Stone Project by Ergon entschieden, weil es ein hochwertiges Produkt ist und wir mit dem Format Ordnung in einem großen offenen Raum schaffen können. Die Feinsteinzeugfliesen mit dem linearen Design wurden in Grau und Weiß verlegt, um die Orientierung zu erleichtern und den Massen von Studenten eine Wegführung durch das Student Commons zu bieten. Die unterschiedlichen Farben des Bodenbelags aus Feinsteinzeug schaffen eine klare, optische Abgrenzung der Räumlichkeiten, wie Gang, Veranstaltungsraum, Mensa und Versammlungsraum. Die grauen Fliesen in einem dunkleren Farbton definieren die Bereiche für Entspannung.

 

4. Welche Merkmale der Produkte und Dienste der Emilgroup haben Sie bei diesem Projekt am meisten geschätzt?

Die Produkte der Emilgroup bieten ein erschwingliches Design, sind pflegeleicht und langlebig. Da wir uns für umweltschonende Konzepte engagieren, schätzen wir Lieferanten wie die Emilgroup, die in nachhaltige Verfahren investieren.

 

5. Glauben Sie, dass sich die gegenwärtige globale Situation auf den Ansatz der baulichen Gestaltung bei der Schaffung neuer öffentlicher Räume auswirken wird?

Die gegenwärtige globale Situation beeinflusst meiner Meinung nach bereits das Design des öffentlichen Raums. Die Prioritäten bei den Projekten, die wir während der Pandemie angegangen haben, waren: verbesserte Hygiene und Belüftung, großzügigere Anordnung der Sitzplätze, Grafiken und Leitsysteme für einen optimierten Verkehr und zukunftsweisende Technologie für die Konnektivität aus der Ferne. Ich denke, dass öffentliche Räume weiterhin auf diese Weise und mit einer Flexibilität zur Anpassung an neue Gegebenheiten gestaltet werden.

Die Pandemie bestätigte meine Überzeugung, dass Räume flexibel konzipiert werden müssen, um Änderungen zu ermöglichen. Mit einem flexiblen Design können Räume problemlos an die physische Distanzierung angepasst und entsprechend den Lockerungen nach und nach umgestaltet werden. Flexible Raumaufteilungen und Einrichtungslösungen schaffen Infrastrukturen für die Anpassungsfähigkeit an spätere Situationen, was besonders wichtig bei öffentlichen Einrichtungen ist, die im Laufe der Zeit ausgebaut oder umgestaltet werden. Auf diese Weise ist es möglich, Räume für alle möglichen Szenarien zu rüsten, von einem Programmwechsel bis zu einer weltweiten Pandemie.

 

Photo Credits: Scott Norsworthy

 

 

23 August 2021